Samstag, 3. November 2018

SCHULKONTROLLEN UND HAUSBESUCHE


23. 10. 2018 Dienstag

Heute geht’s nach einem frühen Frühstück  in unser erstes Buschdorf, nach OBOM. Dort müssen wir die Erstklassler fotografieren, für die bereits die Lebensläufe vorbereitet sind. In jeder Buschschule nehmen wir die erste Klasse auf und auch jene Kinder, die während des Schuljahres neu zugezogen sind. Es ist gut, dass wir diesmal doch mehrere Mitarbeiter mit uns haben, so können wir uns aufteilen mit der Arbeit. Auch wollen wir die Kameras an Kinder verteilen, damit sie ihr Umfeld fotografieren können. Bin schon neugierig, was da herausschaut
die Lebensläufe werden ausgefüllt und danach von den Kindern die Fotos gemacht

Erste Einweisung in ein unbekanntes Medium - die Kinder bekommen Digitalkameras geborgt, um ihre Lebenswelt zu dokumentieren
Dort haben wir Hausbesuche bei jenen Patenkindern zu machen, deren Paten uns Geld für die Familie mitgegeben haben. Dafür machen wir einen kurzen Bildreport, um auch das Umfeld und die Eltern – meistens aber nur die Mütter – zu zeigen.  Das Patenschaftsgeld deckt gerade die Ausgaben für Schulgeld und Schulmittel (Hefte, Schreibzeug)

Christa kann keinem Kleinkind widerstehen - und siehe da, diesmal lacht das Kind.
Oft fürchten sie sich vor Weißen und weinen bitterlich

Hausbesuch bei Philippa, die jedes Jahr 100 Euro von ihrem Paten bekommt

Bei einem größeren Betrag wird ein Sparbuch im Namen des Kindes angelegt, die Eltern bekommen dann das Sparbuch. Damit wird sichergestellt, dass eine größere Summe NICHT in den Lehmhütten aufbewahrt werden muss



Zurück in Akropong gehen wir in ein nettes Restaurant/Hotel – PALMHILL – wo man einen wunderschönen Blick hinab in die Ebene hat, denn Akropong liegt auf den AKWAPIM-HÜGELN.

Auch hier bemerkt man den Klimawandel. Die Regenwolken hängen tief,
bei Regen sind die Pisten in die Dörfer im Buschland unpassierbar




Mit dem Taxi fahren wir dann in den Krontihene – Palace, wo NANA OYE und andere Chiefs und Queenmothers auf die Rückkehr jener Leute warten, die im HEILIGEN WALD Rituale gemacht haben, um den ODWIRA – SPIRIT gütig zu stimmen. Ich bekomme von Nana Oye das passende Outfit – einen orangenfärbigen Stoff, der als „Unterkleid“ um den Körper gewickelt wird und dann ein weiteres schwarzes Stoffteil, das wie eine Toga über eine Schulter geworfen wird. Da nichts befestigt ist, kämpfe ich immer damit, dass alles nicht zu sehr verrutscht.


Als Beweis, dass man im HEILIGEN WALD war, schmücken sich die Eingeweihten mit Blättern




Es war wieder ein sehr ereignisreicher Tag mit vielen unterschiedlichen Aktivitäten. Wir genießen dann die Ruhe in unserem Guesthouse BELLA VISTA, um das Erlebte zu verarbeiten!







ES GEHT WIEDER HEIMWÄRTS



22. 10. 2018 Montag
Am Morgen genießen wir wieder den Sonnenaufgang, spazieren noch am Strand, sind traurig über den Abfall, den das Meer jeden Tag ausspuckt. Wir wollen gar nicht ins Wasser, weil es einfach schmutzig ist.

Gemütlich treten wir die Heimfahrt an,  in Mankessim sehen wir noch einen Posupan Schrein, in dem man sich bei Kriegen für den Sieg rituell gestärkt hat.
in APAM machen wir einen Dorfrundgang zur alten holländischen Burg, von der man einen schönen Rundblick hat.


Dann geht’s nach Accra ins ART CENTER, wo es alle Arten von Kunsthandwerk aus ganz Ghana gibt.



























KAKUM - NATIONALPARK



21. 10. 2018 Sonntag

Die Sonne ist schon ziemlich über dem Horizont aufgegangen. Wieder ein sehr gutes Frühstück, persönlich serviert von dem Besitzer der Anlage. Wir fahren jetzt zum Kakum – Nationalpark mit dem Canopywalk, einem Hängebrückenensemble von 7 Hängebrücken, die jeweils eine Station um einen hohen Baum haben.



Schön langsam wachsen auch die Bäume immer näher an die Brücken heran. Ich war 1998 das erste Mal dort, nachdem diese 1995 errichtet wurden. Die Netze haben hie und da schon Moos angesetzt, werden aber immer wieder überprüft
Wir warten auf den Guide



Es ist schon eine wackelige Angelegenheit


unterwegs eine Pause mit einer frischen Kokosnuss


es war sehr heiß und doch ziemlich anstrengend

Danach geht’s – wie immer – zum HANS BOTEL RESTAURANT, das inmitten eines kleinen Sees liegt. Dort werden Krokodile gezüchtet und es ist auch ein Eldorado für Weber- und andere Vögel.



Wir sind dann wieder in unserem Resort, plaudern ein wenig, genießen das Rauschen des Meeres, schauen den Booten zu, wie sie sich plagen, wieder zurück an die Küste zu kommen.


Ein gutes Abendessen – Huhn in Erdnusssauce – rundet den Tag ab.

CAPE COAST - DAS SKLAVENCASTLE


20.10.2018 Samstag

Heute stehen wir schon sehr zeitig auf – um halb 6 färbt sich der Himmel rosa, dann kommt die Sonne aus dem Dunstkreis und sehr schnell nimmt sie an Leuchtkraft zu.





Dann bekommen wir vom Chef des Hauses ein sehr gutes Frühstück: frisch gepressten Orangensaft, Obstsalat, Avocado, Schinken und Käse, ein köstliches Käseomelette, Toast und Kaffee


Dann geht’s nach Cape Coast – für mich schon sicher das 10. x. Es ist immer wieder berührend und bei einem guten Führer erfährt man immer wieder neue Geschichten

Dreieckshandel






In den Verließen gibt es noch einen alten Schrein mit einem Priester

Blick auf den Hafen. Davor lagen die Sklavenschiffe anno dazumal

Anschließend nach Elmina, wo wir am Hafen entlang schlendern, plaudern hie- und da mit den Menschen.






Zurück in Biriwa nehmen wir noch an einem Durbar (das ist eine Zusammenkunft von wichtigen Leuten und Chiefs) teil. Erstaunlicherweise ist EDUCATION das große Thema. Es ist ein Fischerdorf und die Eltern werden angehalten, die Kinder in die Schule zu schicken.


Der Abend klingt bei französischem Essen und einem Bierchen aus.

AUF IN DEN SÜDEN


19.10.2018 Freitag

Heute fahren wir Richtung Süden. Ich habe noch kein Quartier bestellt, weil ich nicht weiß, wo es uns gefällt. Der Fahrer Moro fährt rasch, aber sicher. 
Strassenverkäuferin - lebt gefährlich
Unterwegs kaufen wir frische Pineapple - frisch vom Feld.
Die erste Station ist das Biriwa-Hotel, das allerdings ausgebucht ist und das ist ein Glück: wir fahren in das Nachbarresort und da ist es wirklich schön. 
Sehr einfache, aber saubere Zimmer mit Bad, aber das Highlight ist der Blick auf das nahe Meer. 
Zwischen Palmenblätter sieht man die Wellen, die Schiffe am Horizont, die auf das Auslaufen warten. 
Wir kommen mit dem Besitzer ins Gespräch und erfahren dessen interessante Lebensgeschichte. 

Beim Sonnenuntergang färben sich der Horizont und die Felsen rosa – es ist sehr romantisch. Der Hausherr aus Belgien macht uns köstliche Pommes Frites mit Knoblauchmayonaise und verspricht uns ein köstliches Gericht aus Südafrika am Sonntag.


Das kleine Resort heißt COMFORT BEACH HOTEL in BIRIWA